In diesem Artikel soll es darum gehen die gesammelten Erkenntnisse aus meinem Kryptoportfolio im Jahr 2017 zu betrachten und einen Ausblick für 2018 zu geben.

Wow, was für ein fantastisches Jahr haben wir hinter uns! Bitcoin und Kryptowährungen sind in diesem Jahr wohl endgültig in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen. Die Berichterstattung hat gerade zum Ende Jahres auch in großen Zeitungen/TV-Sendern stattgefunden und dies war auch spürbar in zahlreichen Anfragen/Kommentaren auf dieser Seite zu bemerken.

Nun hat die gestiegene Wahrnehmung mehr mit riesigen Preissprüngen innerhalb kürzester Zeit zu tun. Ich habe dazu eine wirklich interessante Tabelle gefunden und möchte diese gerne teilen. Bitcoin ist mit „nur“ 1295% einer der kleineren Gewinner. Noch mehr konnte bei diversen Altcoins gemacht werden – auch einige Top20-Coins konnten ihren Wert um mehr als 10.000% steigern! Verge (XVG) erzielte sogar über 1 Million Prozent (1.156.605%!!!) Wertzuwachs, was gleichzeitig bedeutet, dass weniger als 100€ Anfang 2017 ausgereicht hätten, um nach nur einem Jahr Millionär zu werden!

Was hat Bitcoin 2017 gemacht?

Bitcoin (bzw. die Weiterentwicklung) hat sich meiner Meinung nach endgültig zum digitalen Gold entwickelt – und das ist auch vollkommen OK so. Der große Fork mit Bitcoin Cash tat gut und das Streitpotenzial innerhalb der BTC-Community ist gesunken. Beide Ketten werden nun für verschiedene Zwecke benutzt, ohne dass es einen der beiden, wie befürchtet, geschadet hat. Grundsätzlich sehe ich wenig Chance für weitere hervorgerufene Forks (z.B. Bitcoin Gold) langfristig, was nicht heißen soll, dass damit nicht kurzfristig Gewinne erzielt werden können. 🙂

Die Bitcoin-Dominanz ist dieses Jahr merklich gesunken. Bitcoin trägt damit der langsamen Weiterentwicklung und der technologischen Überlegenheit anderer Projekte Rechnung. Meine Vermutung ist, dass sich dieser Trend fortführen wird. Die ganzen neuen Nutzer werden irgendwann merken, wie schlecht Bitcoin eigentlich nutzbar ist als Zahlungsmittel. Mit dem Lightning Network und Rootstock gibt es ein paar Lichtblicke am Horizont, diese müssen aber in nächster Zeit kommen, sonst ist der  „First Mover“ Vorteil dahin.

 

Weitere Entwicklungen 2017

Viele Altcoins haben sich prächtig entwickelt. Neben der Benutzung von Kryptowährungen als Zahlungsmittel hat sich das Aufsetzen und Durchführen von Initial Coin Offerings (ICOs) als zweiter großer Anwendungsfall von Kryptowährungen (insbesonders von Plattformen) etabliert. Hier mal eine wirklich coole visualisierte Darstellung davon:

 

Weitere generelle Erkenntnisse sind, wie ich finde, dass es einen Bedarf an privaten/anonymen Währungen, Governance-Methoden (bsp. Steuerung der Weiterentwicklung), Skalierungslösungen und umweltfreundlichen Mining gibt.

 

Die Erkenntnisse aus dem Kryptoportfolio 2017

Ich habe drei zentrale Erkenntnisse gewonnen und möchte diese mit euch teilen:

  1. Aufwand Verwaltung
    Der organisatorische und zeitliche Aufwand für das Verwalten mehrerer Coins ist groß. Außerdem ist auch das periodische Investieren in mehreren Trassen aufwändig. Ich habe mich bewusst für das Diversifizieren entschieden, dennoch war der Aufwand groß. Mittlerweile gibt es mit dem Ledger Nano S aber ein gutes und breit aufgestelltes Multi-Currency-Wallet, wo ständig neue Coins hinzugefügt werden.
  2. Gebühren
    Ich habe die Auszahlungsgebühren der Börsen unterschätzt. Die Gebühren sind fixe Werte und steigen mit steigendem Preis natürlich mit an, sodass das Auszahlen kleinerer Summen unwirtschaftlich ist. Ein Punkt der definitiv mit eingeplant werden sollte.
  3. Diversifikation
    Wie bereits im kleinen Fazit beschrieben, hat sich eine Diversifikation auf verschiedene Coins gelohnt. Es ist für mich weiterhin elementar in mehrere Kryptowährungen zu investieren, um das Risiko zu minimieren.

 

Die nächsten Schritte für 2018

Ich möchte weiterhin ein beispielhaftes Kryptoportfolio hier veröffentlichen. Es wird aber einige Änderungen geben, da ich mehr Zeit in das Erklären (Tutorials, Tipps, etc.) stecken möchte. Daher werde ich keine wöchentlichen Updates mehr posten, ich denke eine monatliche Zusammenfassung sollte ausreichen. Desweiteren möchte ich meine Kategorisierung ändern und auch keine konkreten Zahlen mehr angeben. Eine prozentuale Verteilung wird es aber weiterhin geben.

Die Kategorisierung wird durch eine Tier-Struktur ersetzt, die ich hier gefunden habe und ganz nützlich finde (Alte Kategorisierung kannst du hier nachlesen):

  • Container 1: Bitcoin
  • Container 2: Primäre Tauschpaare in €/$ wie Ethereum, Dash, etc.
  • Cointainer 3a: Plattformen (Lisk, Waves, Komodo, etc.)
  • Cointainer 3b: Währungen (ZCash, Verge, etc.)
  • Container 4:  Plattform-Token (Golem, Augur, etc.)
  • Container 5: MicroCaps (PascalCoin, Burst, etc.)

Bitte denkt daran, dass es sich hier nur um ein Beispielportfolio handelt und ich damit keine Anlageberatung gebe.

 

Ich werde weiterhin auf meine Schwerpunkte setzen und auch neuere Coins betrachten. Die Liste folgt in den nächsten Tagen. Hier nochmal meine Schwerpunkte:

  • Aktive und große Community
  • Benutzerfreundlich
  • Privacy
  • PoS (Proof-of-Stake)
  • Skalierung (neu)
  • Governance-Struktur (neu)

2 KOMMENTARE

  1. Sehr schöne und logische Erklärung. Mit deinem manuellen Portfolio bist du Herr in der Lage und hast alles im Griff. Was hältst du von einer Art ETF für die Top 20 Kryptowährungen. Nicht so flexibel dafür von Aufwand erheblich geringer. https://crypto20.com/en/

    • Hallo,
      in meinen früheren Beiträgen habe ich das schon thematisiert und ich wünsche mir auch so ein ETF. Mit Iconomi gibt es da ja ein ganz interessantes Projekt. Auch Shapeshift Prism sieht gut aus. Es wird schon immer besser, aber diese Projekte bilden den Kryptomarkt in ihre Gänze nicht ab. Crypto20 sieht auf dem ersten Blick ganz gut aus, werde ich mir nach dem Launch mal anschauen!

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